Jahresarchiv für 2010

Google Lesezeichen mit Android synchronisieren

Wundert mich, warum Google noch keine Synchronisation von Lesezeichen zwischen einem Android-Smartphone und seinem persönlichen Google-Konto anbietet. Kann ja echt keine Hexerei sein. Email, Kalender und Kontakte funktioniert ja auch reibungslos.

Zumindest bietet die Android-App ChromeMarks (lite) jetzt schon mal die Möglichkeit, seinen kompletten Bestand an Lesezeichen mit einem Androiden zu synchronisieren.

Leider können die Lesezeichen nur aus der ChromeMarks App heraus geöffnet werden. Wünschenswert wäre, wenn die Lesezeichen direkt im (Standard-) Browser gespeichert würden.

Die kostenpflichtige Version kann auch Lesezeichen in die andere Richtung synchronisieren, für mich ist aber erstmal die Lite-Version völlig ausreichend.  Wenn du eine bessere Integration willst und auch bereit bist, dafür zu zahlen, dann ist Xmarks Premium vielleicht was für dich.

Hier noch der Downloadlink zum Market und QR-Code.

Chromemarks QR-Code(via lh)

android2cloud: Links von Android zu Chrome pushen

Vor einigen Monaten hat Google auf der Google I/O eine Neuerung für Android 2.2 vorgestellt, mit der man Links von einem Browser auf ein Android-Handy pushen kann. Chrome to Phone nennt sich das Ganze und ist mittlerweile auch für andere Browser verfügbar. Die Frage, die sich mir dabei stellte, war: warum will sich jemand einen Link von einem Desktoprechner mit 24″-Bildschirm auf sein Handy pushen lassen? Macht für mich nur in Ausnahmefällen Sinn.

Wie auch immer, mit der Erweiterung android2cloud für Google Chrome kann man auch den umgekehrten Weg pushen, nämlich vom Handy auf den Desktop.

Dazu benötigt man einmal die App für Android (QR-Code unten) und die Erweiterung für Google Chrome. Für android2cloud wird im Gegensatz zu Chrome to Phone übrigens nicht Android 2.2 vorausgesetzt.

android2cloud QR-Code

(via mobiFlip)

So speichert der Browser das Passwort auch bei Paypal, Onlinebanking & Co.

Das Phänomen haben sicher schon viele beobachtet: der Browser bietet auf fast allen Seiten an, Zugangsdaten wie Benutzername und Passwort im Passwortmanager zu speichern. Bei manchen Seiten aber will er partout die Daten nicht speichern. Häufig lässt sich das Verhalten bei Webseiten mit sensiblen Daten wie Paypal oder Onlinebanking feststellen.

Das Verhalten ist kein Fehler des Browsers, sondern vom Programmierer der Webseite genau so gewollt. Denn unter Umständen kann das Speichern dieser Zugangsdaten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Um dem Browser mitzuteilen, dass es die sensiblen Daten nicht speichern soll, wird im Quellcode der Webseite das Attribut ”Autocomplete = off” verwendet. Findet der Browser beim Laden der Webseite dieses Attribut, schaltet er einfach seinen Passwortmanager aus. Ist zwar gut und nett gemeint, aber wenn jemand entscheiden soll, ob Zugangsdaten gespeichert werden sollen oder nicht, dann will bitteschön ich das selbst sein.

LastPass: Autocomplete onUm das Deaktivieren der Autocomplete-Funktion zu verhindern, gibt es verschiedenen Möglichkeiten. Als erste wäre da LastPass zu nennen. Der Passwortmanager, der für so ziemlich jeden Browser kostenlos als Erweiterung erhältlich ist, ignoriert standardmäßig die Anweisung “Autocomplete = off”, speichert die Daten ab und füllt beim nächsten Besuch die Formularfelder auch wieder automatisch aus.

Vertraut man aber doch lieber auf die internen Passwortmanager der jeweiligen Browser, kann man auch spezielle Erweiterungen oder Bookmarklets verwenden.

Für Google Chrome ist die Erweiterung Autocomplete = on erhätlich. Wie der Name schon vermuten lässt, überschreibt die Erweiterung das Attribut  ”Autocomplete = off” einfach mit “Autocomplete = on” und schon arbeitet der Passwortmanager ohne Mucken.

Bookmarklet: Autocomplete onBei Firefox hat man die Wahl zwischen einem Bookmarklet und der Bearbeitung einer Scriptdatei, um Zugangsdaten auch bei deaktiviertem Autocomplete zu speichern. Beide Möglichkeiten sind bei Fordflux beschrieben. Bevorzugen würde ich von diesen beiden Kandidaten aber das Bookmarklet, da die Änderung der Scriptdatei möglicherweise bei jedem Update notwendig wird.

Einfach diesen Link in die Lesezeichenleiste ziehen und bei einer Webseite mit Autocomplete = off einmal anklicken. Ac=on

Das Bookmarklet sollte übrigens auch bei allen anderen Browsern wie Opera und IE funktionieren.

Wer sich also der potentiellen Gefahr bewusst ist, die er dabei eingeht, kann sich mit diesen Addons und Scripten wieder das Leben ein klein wenig einfacher machen. Von allen hier beschriebenen Möglichkeiten würde ich ganz klar zu LastPass raten. Denn auch beim weiteren Funktionsumfang ist LastPass jedem anderen Passwortmanager deutlich überlegen.

Desktopbenachrichtigungen für Google Kalender

Google Kalender kann von Hause auch Desktopbenachrichtigungen bei anstehenden Terminen anzeigen. Am geschmeidigsten sieht das Ganze natürlich im hauseigenen Browser Chrome aus.

So geht’s: Ihr müsst in den Google Kalender Labs die Option “Freundliche Erinnerungen” aktivieren. Google Chrome zeigt dann einen Hinweis an, der eine Berechtigung für Desktopbenachrichtigungen fordert. Dieses müsst ihr logischerweise bestätigen. Mit einem dezenten Hinweiston popt jetzt auch schon die erste Benachrichtigung auf.

Dann mal schnell einen Testtermin eingetragen und – es funktioniert! :-)

Die Google Kalender Webseite muss aber geöffnet sein, damit die Desktopbenachrichtigung funktioniert und für den Termin muss die Erinnerung “Pop-Up” eingestellt sein.

Mit anderen Browsern funktionierts anders, dort blinkt als Erinnerung das Browsertab oder -fenster , in dem Google Kalender geöffnet ist.

Solche Desktopbenachrichtigungen gib’s natürlich auch für Google Mail.

Google Chrome: Passwörter synchronisieren per Dropbox

chrome-logoPasswortsynchronisierung ist meiner Meinung nach das Sahnehäubchen obendrauf, dass bei Google Chrome noch fehlt. Aber es wird kommen, die ersten DEV-Versionen haben (oder hatten?) Passwortsynchronisierung bereits integriert.

Nun habe ich aber keinen Bock mehr, noch weiter darauf zu warten und habe daher eine andere Möglichkeit gesucht, Passwörter zu synchronisieren. Und damit meine ich nicht LastPass, das zwar hervorragend funktioniert aber dennoch irgendwie was komplett Externes ist.

Dropbox! Mit Dropbox muss es doch irgendwie klappen. Und ja, um die Lösung vorweg zu nehmen, es klappt. :-)

Kennt jeder Dropbox Folder Sync? Das gleiche Prinzip lässt sich auch mit dem Windows-Befehl mklink realisieren und zwar sowohl für Dateien als auch für Verzeichnisse.

Vorgehensweise wie folgt:

  1. Den Browser beenden, damit die Datei nicht benutzt bzw. blockiert wird
  2. Öffnet im Explorer den Pfad C:\Users\<USERNAME>\AppData\Local\Google\Chrome\User Data\Default und verschiebt die Datei “Login Data” in eure Dropbox. Ich habe für dieses Beispiel dort einen Unterordner “Chrome” erstellt
  3. Öffnet eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten
  4. Navigiert wieder in das Verzeichnis wie in Punkt 2.
  5. gebt diesen Befehl ein: mklink "Login Data" "C:\Users\<USERNAME>\My Dropbox\Chrome\Login Data" (<USERNAME> und Pfad zur Dropbox anpassen, ansonsten auch mit den Anführungszeichen!)
  6. Das war’s. Google Chrome speichert ab sofort Logindaten in eurer Dropbox.

mklink

Um weitere PCs zu synchronisieren, macht die gleiche Prozedur wie oben, außer in Punkt 2. müsst ihr die Datei “Login Data” löschen, statt sie in eure Dropbox zu verschieben.

Bisher gab es bei mir keine Probleme. Diese können aber auftauchen, wenn zwei Rechner gleichzeitig laufen und Passwörter gespeichert werden. Schlimmstenfalls wird dann die falsche Version gesynct. Im Normalbetrieb bei “nur Lesezugriff” sollten aber auch zwei oder mehr Rechner gleichzeitig harmonieren. :-)

Dennoch rate ich davon ab, die hier beschriebene Methode produktiv einzusetzen. Wenn man LastPass gewohnt ist, ist die Arbeitsweise von Chrome ein Schritt zurück, was die Anwenderfreundlichkeit betrifft. Und wenn ihr es doch testen wollt, dann das Backup nicht vergessen! :-)

Google Kalender: Termine über Browser-Adressfeld erstellen

Der schnellste Weg, einen neuen Termin im Google Kalender einzutragen, funktioniert über das Adressfeld des Browsers. Prinzipiell klappt dieses Methode mit jedem Browser, bei dem man benutzerdefinierte Suchmaschinen eintragen kann. Da ich aber ausschließlich Google Chrome verwende, ist diese Anleitung auch dafür ausgelegt. :-)

Erst mal muss man einen neue “Suchmaschine” definieren. Dazu klickt rechts in die Adressleiste (Ominbar) und wählt “Hinzufügen” bei “Suchmaschinen bearbeiten” aus.

Als Name und Suchkürzel könnt ihr eingeben, was ihr wollt. Das Suchkürzel ist aber die Buchstabenfolge, bei der die definierte Suchmaschine (bzw. in unserem Fall die Termineingabe) aktiviert wird. Ich habe daher etwas kurzes und einprägsames (“kal”) gewählt. Bei URL fügt ihr diese Adresse ein:

http://www.google.com/calendar/event?ctext=+%s+&action=TEMPLATE&pprop=HowCreated%3AQUICKADD

Das war’s auch schon an Vorbereitung. Jetzt könnt ihr direkt über die Adressleiste einen Termin in euren Google Kalender eintragen. Und zwar nach diesem Prinzip:

kal 24.12.10 19:00 – 22:00 Uhr Abendessen hl. Abend bei Schwiegereltern

Die Reihenfolge von Datum, Uhrzeit und Betreff ist dabei irrelevant. Nachdem ihr die Eingabetaste drückt, öffnet sich das bekannte Fenster und die Daten des Termins sind schon komplett ausgefüllt.

Gibt’s einen schnelleren Weg als dieser hier?

(via lh)