Monatliches Archiv für Juni, 2010

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Daten sicher löschen mit Eraser

Wenn man sensible Daten von Festplatten, USB-Sticks oder Speicherkarten endgültig und sicher löschen will, macht man das selbstverständlich nicht mit den Bordmitteln von Windows, sprich: nicht mit dem Windows Explorer.

Die Arbeit kann man sich sparen. Das schützt vielleicht davor, dass die ungeübte Schwiegermutter an die Daten kommt, mehr aber auch nicht. Es gibt zig verschiedene Software, die gelöschte Daten unter bestimmten Voraussetzungen wieder vollständig herstellen kann. Ja, auch wenn der Papierkorb geleert wurde.

In manchen Situationen, zum Beispiel bei versehentlich gelöschten Daten, ist so was ja auch gut und kann einem den Tag retten (Notiz an mich: später dazu mal einen eigenen Artikel schreiben. ;-) ). Aber davon gehen wir hier jetzt nicht aus, sondern wir wollen unsere Daten endgültig von der Platte putzen.

eraser-kontextmenueIch nutze dazu die kostenlose Software Eraser. Mit Eraser kann man ganz easy per Kontextmenü direkt im Explorer einzelne Dateien, Verzeichnisse oder komplette Laufwerke zum sicheren Löschen auswählen.

Das Tool überschreibt beim Löschvorgang die vorhandenen Daten mehrmals, so dass sie definitiv nicht mehr wiederhergestellt werden können. Das ganze kann auch auf vermeintlich freien Speicherplatz angewendet werden.

Wer ein gutes Gefühl braucht, lässt die Löscheinstellungen unverändert. Wer aber jede Menge Zeit sparen und dennoch auf der sicheren Seite sein will, kann die Einstellungen auf eine kleinere Anzahl von Überschreibungen (passes) ändern. Sogar ein einmaliges Überschreiben soll die Daten unwiderruflich löschen. Auch der BND oder die NSA können da nix mehr machen. ;-)

Eraser ist Open-Source, Freeware und läuft ab Windows XP.

Bevor ihr das nächste mal eine alte Festplatte oder Speicherkarte bei eBay verkauft, schnappt euch Eraser und löscht eure Daten gründlich. Man weiß ja nie, wer das alte Speichermedium kauft und was er damit macht…

Luna Theme für Windows 7

Jeder, der mal mit Windows XP gearbeitet hat, kennt dessen Standard-Theme “Luna”. Genau dieses Theme gibt’s auch für Windows 7 und es kommt dem Original schon ziemlich nahe. :-)

luna-windows-7

Wer es sich mal selbst ansehen will, findet den Download des Themes bei deviantART. Es gibt zwei Ausführungen, einmal mit und einmal ohne Aero-Effekt.

Um 3rd-Party Themes unter Windows 7 zu installieren, muss man einmalig einige DLL-Dateien patchen. Dazu verwendet man am besten den Universal Theme Patcher. Björn hat vor einigen Wochen eine gute Anleitung dazu verfasst.

Danach das Archiv in den Ordner C:\Windows\Resources\Themes entpacken und anschließend kann das Theme wie gewohnt aktiviert werden.

Übrigens hat der gleiche User bei deviantART auch die beiden von Windows XP bekannten Themes “Royal Blue” und “Luna Silver” für Windows 7 portiert.

Viel Spaß!

Flattr jetzt auch hier im Blog

flattr-logo-betaAlso ich denke, zu Flattr selbst muss ich nix mehr sagen, oder? Falls dennoch Bedarf besteht, schaut bei Robert vorbei, er hat ein paar vorzügliche Artikel zum Thema erstellt.

Dank Markus habe ich heute auch eine Einladung für Flattr erhalten und den Dienst gleich mal hier im Blog installiert. Wenn euch ein Artikel hilfreich war, könnt ihr nun auch flattrn, um “Danke” zu sagen. Der Button befindet sich am Ende des jeweiligen Artikels. Natürlich sind “Danke”-Kommentare auch weiterhin gern gesehen! ;-)

Ich habe jetzt auch drei Einladungen für Flattr zur Verfügung. Ich mach jetzt auch kein großes Gedöns, wer eine will, einfach ein Kommentar hinterlassen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. :-)

Post von der BPjS – Webseite indiziert

Nein, nicht blogwache.de. :-)

Beim Aufräumen und Ausmisten nach meinem Umzug habe ich einen Brief gefunden, den ich 2002 von der BPjS – Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (heute heißt sie Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien – BPjM) erhalten hatte. Dabei ging es um die Indizierung einer Webseite, die ich seinerzeit betrieben habe.

Von vorn. Ich habe mich schon immer gern mit HTML und Webmasterkram beschäftigt und so ging bereits 1999 meine erste Internetseite im Web online. “Blood Patchers Page – bloodpatches.de”, vielleicht kennen einige “alte Hasen” und Zocker die Seite noch. Dort gab es zu vielen Spielen so genannte Bloodpatches, mit denen man geschnittene Spiele in den original Zustand zurück versetzen konnte. Prominentes Beispiel war Half-Life: in der deutschen Version nur mit Roboter-Soldaten, mit einem Bloodpatch und ein wenig Tuning in irgendwelchen Config-Dateien konnte man die Texturen austauschen und hatte quasi ein ungeschnittenes Spiel. Solche Patches und Anleitungen gab’s da für jede Menge Spiele. Man war halt Freak. :-)

Die Seite war auch ganz gut besucht und unter Gamern erste Anlaufstelle, wenn es um dieses Thema ging. Bis sich dann irgendwann Mitte 2002 ein Beamter vom Jugendamt Bochum auf die Seite verirrte und bei der Bundesprüfstelle einen Antrag auf Indizierung stellte. Begründung:

Sein Inhalt ist offenbar geeignet (§ 15a Abs. 1 GjS), Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren. (…)

Die Bundesprüfstelle ist in der Vergangenheit häufig als Sachverständige zu der Fragestellung angehört worden, welche Inhalte insbesondere bei Schießspielen (sic!) Kindern und Jugendlichen noch zuträglich sind bzw. wo eine Grenzziehung stattzufinden hat, die zwischen jugendgefährdenden und nicht jugendgefährdenden Spielen verläuft. Sie hat in manchen Fällen von einer Aufnahme eines Verfahrens gerade deswegen abgesehen, weil Spiele für den deutschen Markt “entschärft” worden sind. Überdies hat sie bei Indizierungsverfahren zu bestimmten Objekten in ihrer Liste ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass eine entschärfte Version des gleichnamigen Spiels nicht von der Indizierung betroffen sei.

Das verfahrensgegenständliche Internetangebot sabotiert genau diese Anstrengungen für den Jugendschutz, die die Unterhaltungsbranche bisher vorgenommen hat.

Glaubt’s mir, mir ging da erst mal gut die Flatter. Ich hatte ja keine Ahnung, welche Konsequenzen das nach sich ziehen kann und so. Und weil ich keine Lust auf einen aussichtslosen Rechtsstreit hatte, entschied ich mich dafür, keinen Einspruch einzulegen, alle Downloads und Anleitungen zu entfernen und die Seite in der bestehenden Form nicht mehr weiter zu betreiben. Im September 2002 wurde dem Antrag statt gegeben und die “Blood Patchers Page” wurde in die Liste der jugendgefährdenden Schriften eingetragen. Das brachte damals sogar eine Erwähnung bei der PC-Games. :-)

Danach habe ich noch ein paar Jahre unter bloodpatches.net ein Forum betrieben, mit zeitweise 30.000 registrieren (zugegeben aber meist inaktiven) Usern. Irgendwann hatte ich darauf keinen Bock mehr, weil ich selbst nicht mehr zockte und mich das Thema nicht mehr interessierte. Ich habe die Domain samt Forum dann an einen anderen Webmaster übergeben. Das Forum ist heute immer noch online.

Übrigens, unter archive.org kann man Teile der “Blood Patchers Page” noch aufrufen. Oldschool Framework mit Mouseover-Grafiken vom Feinsten. ;-)

Jemand hier, der die Seite noch kennt?

Google Reader kann jetzt Tags und Ordner umbenennen

google-reader-ordner-umbenennenIch habe keine Ahnung, wie oft ich bereits Feed-Abos von einem Ordner in einen neuen Ordner verschoben habe, nur weil mir die Bezeichnung nicht mehr treffend genug war. Ich habe keine Ahnung, wie viel Zeit dabei drauf ging. Und ich habe auch keine Ahnung, warum es so lange gedauert hat, bis Google so eine banale Funktion wie das Umbenennen von Tags und Ordnern im Google Reader integrierte.

Egal, Schwamm drüber, da isse ja nun endlich.

Zu finden in den Einstellungen oder direkt im Kontextmenü in der Ordnerübersicht. :-)