Ich habe in den vergangenen Tagen einige Werbeblocker fĂŒr Google Chrome getestet und bin zum gleichen Ergebnis gekommen wie Jeffrey und Nils:
Der zur Zeit beste Werbeblocker fĂŒr Google Chrome ist AdBlock.
AdBlock bietet wie sein Pendant bei Firefox abonnierbare Filterlisten, selbst definierbare Filter und eine Whitelist.
Die fertigen Filterlisten hauen schon einiges raus, hinterlassen aber teilweise einfach nur leere Stellen im TextfluĂ, dort wo die Werbung blockiert wurde. Das sieht nicht schön aus und wurde auch zurecht von Nils bemĂ€ngelt.
Aber man kann mit einem eigenen Filter die Leistung von AdBlock optimieren und sogar solche leeren Stellen verschwinden lassen, so dass der normale Content nicht davon unterbrochen wird.
Bleiben wir der Einfachheit halber doch bei der Seite, die auch Nils als âTestkaninchenâ ausgesucht hat.
Ohne AdBlock sieht die Webseite so aus:

Mit aktiviertem AdBlock und den Standard-Filtern Chrome AdBlock custom filters, EeayList und dem zusÀtzlichen deutschen Filter sieht sie so aus:

Der Anzeigenblock von Adsense ist verschwunden, an seiner Stelle erscheint ein groĂes, weiĂes Nichts.
Mit einem selbst definierten Filter sieht die Seite so aus:

Wie ihr seht, ist der leere Bereich, an dem sich ursprĂŒnglich der AdSense-Block befand, nun auch verschwunden und der Text beginnt unmittelbar unter der Ăberschrift. (Diese “100% Free”-Anzeige habe ich nicht berĂŒcksichtigt, weil es mir darum nicht ging. GrundsĂ€tzlich kann man diese Anzeige aber auch problemlos manuell filtern.)
Was habe ich gemacht? Mit dem Tastaturbefehl SHIFT-ALT-K könnt ihr einen Assistenten starten, der beim Optimieren behilflich ist.
Klickt dann auf den Bereich oder die Werbung, die der normale Filter nicht berĂŒcksichtigt hat und den ihr ausblenden wollt.
Ihr könnt nun mit einem Schieberegler quasi CSS-Selektor nach CSS-Selektor erfassen und ausblenden. Wenn ihr den Regler ganz nach rechts bewegt, wird zum Beispiel die komplette Seite blockiert. Also bewegt den Regler nur soweit nach rechts, bis der gewĂŒnschte Block verschwindet. BestĂ€tigt und speichert den Filter anschlieĂend. Beim nĂ€chsten Seitenaufruf wird dieser Bereich dann automatisch ausgeblendet.
Sollte etwas schief gelaufen sein und zu viel ausgeblendet oder die Webseite falsch dargestellt werden, keine Panik. Ăffnet die Optionen von AdBlock und löscht den entsprechenden Filter. Jeder Filter ist nur einer Domain zugeordnet, der falsche Filter ist also leicht zu finden.
Eins möchte ich euch noch mit auf den Weg geben: Wenn ihr euch fĂŒr den Einsatz eines Werbeblockers entscheidet, dann denkt immer daran, dass viele Webseiten auf Werbung angewiesen sind und sich von den Einnahmen finanzieren. Im Gegenzug erhaltet ihr dafĂŒr in der Regel kostenlosen Content geliefert.
Also das Pflegen und Optimieren eines Werbeblockers sollte sich nicht nur auf die Filterliste beschrĂ€nken, sondern sollte auch fĂŒr die Whitelist gelten. Am schnellsten geht das ĂŒbrigens mit SHIFT-ALT-L.
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