Ein Kindle eReader war ja schon eine Weile auf meinem Wunschzettel. Meine Freundin hat bereits das Vorgängermodell, den Kindle 3, von daher konnte ich bereits einige Seiten mit dem Reader lesen und mich mit der Technik anfreunden. Und als Amazon dann Ende September die neuen Geräte ankündigte, war für mich klar: bis Weihnachten wird nicht mehr gewartet, jetzt ist es soweit.
Letzte Woche hat Amazon dann bereits den neuen Kindle geliefert, eine Woche früher als ursprünglich mal angekündigt.
Hier will ich euch einige Fotos zeigen und meine ersten Eindrücke vom neuen Kindle aufschreiben.
Ich war wieder mal total verblüfft, wie gestochen scharf das eInk-Display des Kindle ist. Das äußerte sich in der Form, dass ich der Meinung war, das Hinweisbild zum Aufladen des Kindles vor dem ersten Gebrauch sein auf der Schutzfolie aufgedruckt. Solche klaren, scharfen Konturen konnte ich einfach nicht mit einem Display in Verbindung bringen. Als ich dann die Schutzfolie abzog und die Abbildung immer noch zu sehen war, hatte ich also meinen ersten Aha-Erlebnis.
Dank der Graustufen lassen sich auch Fotos, Abbildungen oder Diagramme problemlos darstellen. Von dem Display bin ich echt überzeugt, auch bei langen Leseabenden ist es total angenehm zu Lesen und überhaupt nicht anstrengend für die Augen. Wer ernsthaft lesen will, kommt um eInk nicht herum. Mit einem billigen Android eReader mit LCD-Display aus Fernost tut ihr euch da keinen Gefallen.
Die physische Tastatur des Vorgängers wurde bei dem neuen Kindle durch eine Bildschirmtastatur ersetzt. Wer viele Notizen in den Büchern macht, kann das als Nachteil empfinden. Ich hingegen lese mehr Bücher, als das ich sie schreibe. Daher ist die fehlende Tastatur für mich ein Vorteil, der sich außerdem noch auf die Abmessungen und das Gewicht des Kindles positiv auswirkt.
Auch bei einigen anderen Ausstattungsmerkmalen musste der neue Kinlde Federn lassen: der Speicher fällt mit 2 GB nur halb so groß aus als beim Vorgänger – das wird aber für die meisten immer noch mehr als ausreichend sein. Amazon gibt 1400 Bücher an, um den Speicherplatz voll zu bekommen. Auch der Akku ist schwächer, er hält “nur” noch einen Monat. Ebenfalls enfallen ist die MP3-Funktion: Hörbücher kann man mit dem neuen Kindle also auch nicht mehr abspielen.
Für meinen Geschmack sind diese Nachteile zu verschmerzen. Ich setzte meine Priorität eher auf kompaktere Abmessungen und geringeres Gewicht. Wer da andere Prioritäten hat, kann ja immer noch das Kindle 3 kaufen.
Eine Neuerung hingegen gibt es bei der Menüsprache zu verzeichnen. Diese kann beim neuen Kindle auch auf deutsch eingestellt werden. Bei der 3er Version ist das Menü nur in englischer Sprache verfügbar.
Weitere Unterschiede und technische Details findet ihr bei Vladimir in einer Vergleichstabelle der einzelnen Kindle-Versionen.
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