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HiveMined – Google Reader Alternative

Nach den überwiegend enttäuschend ausfallenden Reaktionen zum Redesign und Featurebeschnitt beim Google Reader stellt sich für viele die Frage nach einer Alternative. Mir übrigens auch – weniger wegen dem neuen Design, sondern hauptsächlich wegen des völlig unnötigen Kills der Community hinter dem Google Reader – eine Community, bei der man immer wieder neue Blogs, Nachrichtenquellen und lesenswerte Artikel fand. Ja, ja. Ist ja jetzt alles bei Google+. Fürn Arsch.

HiveMinedDie zur Zeit häufig auftretenden Fehler beim Seitenaufruf möchte ich erst gar nicht erwähnen, hier habe ich immerhin noch Hoffnung auf schnelle Abhilfe durch Google.

Eine Software kommt für mich nicht in Frage, ich möchte nicht auf die Flexibilität eines Webdienstes verzichten. Als ein geeigneter Kandidat erscheint mir zur Zeit HiveMined, das vom geplanten Funktionsumfang an einen Clon des “alten” Google Reader erinnert. HiveMined wurde quasi erst durch die Ankündigung der Veränderungen beim Google Reader ins Leben gerufen.

HiveMined befindet sich zur Zeit noch im Aufbau, wenn man der Fortschrittsanzeige aber trauen kann, wird man in wenigen Tagen eine erste Version testen können. Erste Infos und Screenshots gibt’s schon mal im Blog von HiveMined.

Ohne eine gute Community ist HiveMined natürlich auch “nur” ein Feedreader – auch deshalb möchte ich mit diesem Artikel ein wenig die Werbetrommel rühren. Ich bleibe da aber auf jeden Fall am Ball und werde es mal antesten. Vielleicht finde ich ja den ein oder anderen alten Bekannten dort wieder.

Wie schaut’s bei euch aus? Zufrieden mit dem neuen Google Reader? Vermisst ihr die Community oder habt ihr diese Funktion eh nie genutzt?

(via TAW)

Crashkurs: Podcasting

Podcasting ist tot? Denkste. Vielleicht ist der Begriff “Podcast” mittlerweile ein bisschen verstaubt, aber die Verteilung von Audio und Video spielt gerade in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Durch Facebook, Twitter und Co. haben Bild- und Tonkonsum und -Austausch eine neue Renaissance erlebt.

Das ist für mich Anlass genug, hier noch einmal kurz die Vorzüge und Einsatzmöglichkeiten des Podcasting (ich bleibe einfach bei dem Begriff) aufzuzeigen. Wer nicht weiß, was Podcasting ist, schaut sich am Besten mal hier um.

Wann höre ich Podcasts?

Ich bin jeden Tag unterwegs. Auf dem Weg zur Uni oder zurück, in der Stadt, beim Einkaufen, beim Sport, beim Kochen und Abwaschen, beim Aufräumen und Putzen, immer wieder gibt es Situationen, an denen ich nicht am Rechner sitze oder ein Buch, ein Magazin oder eine Zeitung lesen kann. Klar, ich kann Musik hören, mach ich auch. Aber manchmal fühle ich mich, als könnte ich diese “verschwendete” Zeit besser nutzen und mich weiterbilden. Dann höre ich Podcasts.

Was für Podcasts sollte ich denn hören?

Wie meistens, ist auch hier jeder seines eigenen Glückes Schmied. Ob man Podcastings zur Unterhaltung, zur Weiterbildung, zum “Up-to-date”-Bleiben hört oder einfach nur, weil es Spaß macht, bleibt jedem selbst überlassen. Das Angebot ist nahezu unerschöpflich.

Grundsätzlich lassen sich Video- und Audiopodcasts unterscheiden. Ich persönlich nutze unterwegs nur Audioangebote, denn mir immer ein Gerät vor’s Gesicht halten zu müssen, finde ich eher lästig und klappt, z.B. beim Abwaschen überhaupt nicht. Videopodcasts (ein paar Youtube-Channels) habe ich über meinen normalen RSS-Feed-Reader abonniert, um sie schauen zu können, wenn ich sowieso am Rechner sitze.

Der Hauptanbieter von Audiopodcasts sind neben Privatpersonen natürlich die Radiosender. Diese bieten, meist mehrmals täglich, vor allem Nachrichten, Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung oder ganze Sendungen aus ihrem Programm zum Download an.

Hier einige Radiosender, deren Podcasts sich (zum Teil) in meinem Podcatcher (Programm zur Verwaltung von Podcasts, dazu später mehr) befinden:

  • Alltagsdeutsch (Deutsche Welle) – Über die Verwendung von Redensarten und Sprichwörtern im Deutschen
  • Forschung Aktuell (Deutsche Welle) – Interessantes und Aktuelles aus unterschiedlichen Forschungsbereichen
  • Das Gespräch (NDR Kultur) – Interviews mit Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Gesellschaft und Politik
  • 1.000 Antworten (SWR 2) – Hörer fragen, Wissenschaftler antworten
  • Kabarett (WDR 2) – Satirisches Intermezzo verschiedener Kabarettisten
  • Unterhaltsamer und weniger “trocken” sind jedoch Podcasts von Privatpersonen oder nicht öffentlichen Anstalten. Auch hier reicht die Palette von Weiterbildungsangeboten über Neuigkeiten aus dem Netz, dem akutellen Kino-, Fernseh- und Serienprogramm, Interviews, Kritiken und Musik bis hin zu nerdigem Gelaber und Biergetrinke.

    Hervorhebenswert sind hier besonders:

  • Chaosradio Express – Ein Interview-Podcasts des CCC über Technik, Gesellschaft und Kultur
  • Der Märchenpodcast – Märchen aus aller Welt, gelesen von professionellen Erzählern
  • Hoaxilla – Ein skeptischer Podcast über Phänomene, moderne Legenden und Verschwörungstheorien
  • Horst Evers – Komödiantisches Survival für den Alltag
  • Märchenstunde – Unterhaltsame Analyse von Grimms Märchen, gespickt mit aktuellen Bezügen
  • Not Safe For Work – Der Name sagt alles. Internationale Unterhaltungsgala von zwei sehr sympathischen Chaoten
  • Das sind natürlich bei Weitem nicht alle Podcasts, die ich abonniert habe, aber mehr liste ich hier nicht auf. Nicht, dass ihr denkt, ich wäre ein Freak. Außerdem macht das Entdecken neuer Podcasts und das Stöbern nach Interessantem sowieso viel mehr Spaß.

    Wie kann ich Podcasts empfangen und verwalten?

    Generell ist jeder MP3-Player und jedes Handy mit Anschlussmöglichkeit an einen Computer zum Empfang von Podcasts geeignet. Mit Datentarif oder über WLAN können einige Smartphones und Apple-Produkte die Podcasts auch direkt auf das Gerät laden.

    Ich jedoch verwalte meine Podcasts über einen sog. Podcatcher, also ein Programm, das automatisch nach neuen Folgen sucht und diese dann mit meinem Handy (über USB) synchronisiert. Sobald eine Folge auf das Handy übertragen wurde, wird es im Podcatcher ausgeblendet. Gehörte Folgen lösche ich immer unmittelbar nach dem Hören direkt vom Handy, das hält Ordnung und schont den Speicher.

    Bekannte Podcatcher

    Das wohl bekannteste Programm zur Synchronisation von Podcasts ist iTunes. Aber da ich kein Apple-Produkt besitze und man über iTunes schon genug im Internet findet, möchte ich darauf nicht weiter eingehen.

    Ebenso wird Winamp immer gern in einem Atemzug mit Podcasts genannt. Ich hab’s ausprobiert. Es ist schlecht. Nachdem mir Winamp zwei Mal ohne Grund alle Abonnements gelöscht hat, hatte ich die Schnautze voll und ich habe mich nach einem anderen Podcatcher umgeschaut.

    Dann habe ich gPodder entdeckt. Da dieses Freeware-Tool ausschließlich für den Empfang und die Verwaltung von Podcasts entwickelt wurde, ist es sehr leicht zu bedienen und bietet alle Funktionalitäten, die man braucht.

    Im Folgenden möchte ich euch einen kurzen Überblick über das Programm geben. Am Besten ihr fangt damit an, erst einmal ein paar Podcasts zu abonnieren. Dazu klickt ihr unter “Abonnements” auf “Podcast per URL hinzufügen” und kopiert eine gültige Podcast-URL in die Zeile. Bei den oberen Beispielen müsst ihr einfach mit der rechten Maustaste auf den Link klicken und “Adresse des Links kopieren” wählen. Diesen Link braucht ihr dann nur noch in gPodder einzufügen.

    Nachdem ihr das getan habt, erscheint ein Fenster, in dem ihr auswählen könnt, welche Folgen direkt auf euren Computer geladen werden sollen. Anschließend werden die gewählten Podcasts sofort heruntergeladen.

    Zur besseren Orientierung hier mal ein Screenshot der Programmoberfläche. Wie ihr seht, ist sie sehr übersichtlich und aufgeräumt:

    Als Nächstes könnt ihr die Podcasts dann mit eurem Standardplayer hören oder auf ein Gerät eurer Wahl übertragen. Dazu schließt ihr das Gerät an den Rechner an und klickt auf “Einstellungen”. Im Tab “Geräte” könnt ihr nun nach eurem Player suchen und einen Pfad definieren, wohin die Podcasts kopiert werden sollen.

    Durch die Einstellung “Mark it as played” werden alle übertragenen Folgen (je nach Einstellung) sofort aus gPodder ausgeblendet. Alle weiteren Anzeigeeinstellungen und Übertragungsspielereien könnt ihr euch ja selbst ausprobieren.

    Wo kann ich denn neue Podcasts entdecken?

    Die erste Anlaufstelle für mich, um neue und interessante Podcasts zu entdecken, ist die Community Podcast.de (wie naheliegend). Hier findet man viel Nützliches zu weiteren Programmen, Tipps zur Erstellung eigener Podcasts und natürlich unendlich viele Podcast-Angebote. Sollten euch diese nicht reichen, könnt ihr auch mal auf Podster.de oder bald auch auf Podcaster.de umschauen.

    Sollte ich sonst noch was wissen?

    Na klar. Nachdem ich mich etwas genauer mit dem Thema beschäftigt habe, ist natürlich auch der Wunsch in mir entstanden, selbst einen Podcast zu produzieren.
    Mit der Idee, die Songtexte der auf Platz 1 befindlichen Songs in den Charts jede Woche näher zu analysieren, ist dann mein Podcast Hitmist Germany entstanden. Hört einfach mal rein und lasst einen Kommentar da.

    Fallen euch sonst noch Themen ein, über die es bisher zu wenige oder gar keine Podcasts gibt? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht oder nutzt ihr bessere Programme? Gibt es tolle Podcasts, die ich übersehen habe? Oder habt ihr euch bisher einfach nur noch nie damit auseinandergesetzt? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.


    Dieser Gastbeitrag wurde von Benny geschrieben. Er ist 23 Jahre alt und studiert Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) an der Uni Duisburg-Essen.

    Google Reader verschwindet aus den Quicklinks

    Google Reader QuicklinkSind wir dem Ende von RSS wieder einen Schritt näher gekommen? Google hat den Quicklink zu Google Reader aus seiner Homepage und Google Mail entfernt. Statt dessen ist dort nun ein Link zu Picasa zu sehen. Google Reader erreicht man jetzt über den “Mehr”-Button.

    Das Entfernen des Links von dieser prominenten Stelle wird natürlich dazu führen, dass viele Neulingen den Google Reader erst gar nicht finden. Sehr Schade, dass Google sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Ich finde, dass RSS-Feeds ein hervorragendes Mittel zur Bündelung von Nachrichten sind und das der Google Reader im Speziellen eine der besten Dienstleistungen von Google ist.

    Update: wie Jeffrey bemerkt hat, wurde der Link irrtümlicherweise entfernt und soll wieder zurück kommen.

    Full Feeds mit Super Google Reader

    Super Google ReaderSuper Google Reader hat geschafft, was WizardRSS nicht schaffte: es hat Read More! den Rang abgelaufen.

    Es geht also um gekürzte Feeds, eine ähnlich wirkungslose Erfindung wie der Kopierschutz. Musste ich bei Read More! noch von Hand einige Angaben machen, funktioniert Super Google Reader automatisch ohne weiteres Zutun direkt nach der Installation. It’s magic! Genau das hat mich überzeugt.

    OK, ich habe zwei, drei Feeds, die nicht ganz korrekt angezeigt werden, aber dafür hat Super Google Reader ja noch die Möglichkeit, die Webseite im Original innerhalb von Google Reader anzuzeigen.

    Einziger Wermutstropfen: Google Chrome und Google Reader werden vorausgesetzt, aber hey: das ist doch ne Traumkombination. ;-)

    Danke an Carsten, für einen weiteren super Tipp!

    WizardRSS – Gekürzte Feeds in voller Länge

    WizardRSSErinnert sich noch jemand an Read More!? Das Greasemonkey-Script wandelt gekürzte Feeds in “vollwertige” Feeds um und ist seit dem Artikel fester Bestandteil meines Setups.

    Jetzt macht aber ein neuer Webdienst die Runde, der ebenfalls gekürzte Feeds in volle Feeds umwandelt – aber wesentlich einfacher als Read More. Die Rede ist von WizardRSS.

    Bei WizardRSS muss man nur die Adresse des RSS-Feeds angeben. Daraus wird dann automatisch ein neuer Feed erzeugt mit allem drum und dran. Diesen neuen Feed kann man dann im Reader seiner Wahl abonnieren.

    Ich schau mir WizardRSS mal näher an, der Dienst hat sehr gute Chancen, Read More! bei mir abzulösen.

    FeedBurner: original Links im Feed anzeigen

    Wer wie ich FeedBurner verwendet, dem wird sicher schon mal aufgefallen sein, dass FeedBurner den Link zu einem Artikel umwandelt und in der Art “http://feedproxy.google.com/~r/blabla/~3/blubblub/…” ausgibt. Öffnet man einen solchen Link aus dem Feedreader, wird zwar der original Link angezeigt, aber erweitert um “…/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed…“.

    Feedburner Element-Link-Klicks deaktivierenDas sieht nicht nur bescheiden aus, es verhindert unter Umständen auch Pingbacks oder Trackbacks, wenn der Link so verwendet wird.

    Diese Anpassung erfolgt aus Tracking- und Analysezwecken für Google Analytics. Wenn man aber auf die Trackingfunktion verzichten kann, sollte man diese Funktion in FeedBurner deaktivieren.

    Die Option dazu findet man unter dem Tab Analysieren –> TotalStats und dort das Häckschen bei Element-Link-Klicks entfernen.

    Anschließend werden im Feed nur noch die original Links verwendet. :-)

    (via Testspiel.de)